Personaltraining Schwerin

Wenn's riecht wie Fisch...

Oder...wieso Du nicht Rücken hast, wenn Du Rücken hast.

 

Wenn es aussieht wie Fisch und riecht wie Fisch, dann ist es wahrscheinlich Fisch.

Johann Wolfgang von Goethe

 

Rückenprobleme – die Volkskrankheit Nummer 1.

Gehört inzwischen schließlich zum guten Ton.

Hast Du keine Weh-Wehchen bist Du entweder Kind, tot oder das letzte Einhorn.

Schließlich hat jeder 2. Deutsche über 40 Jahren irgendeine Form von gesundheitlichen Problemen.

8 von 10 haben mindestens einmal „Rücken“ in ihrem Leben.

 

Aber was tun, wenn Du Rücken hast?

Massagen? Wärme? Arzt?

 

Quicktipp Nr. 1: Vermeide unnötiges Sitzen!

Warum?

Guckst Du hier!

85 % aller Rückenproblematiken sind unspezifisch.

 

Getreu dem Motto:

Arzt: „Leider kann ich die Ursache Ihrer Beschwerden nicht finden, aber vielleicht liegt es am Alkohol.“

Patient: „Gut, dann komme ich wieder, wenn Sie nüchtern sind!“

 

Soll heißen Deine Rückenprobleme haben keine klare Ursache.

Das ist sowohl gut, als auch schlecht.

 

Gut weil...

...Du nicht durchdrehen musst.

Mal Rückenschmerzen zu haben ist nichts Schlimmes und muss nicht bedeuten, dass Du ein Problem mit Deinen Bandscheiben oder Ähnlichem hast.

 

Schlecht weil...

...diese Rückenschmerzen häufig wiederkommen.

Bei regelmäßigem Auftreten solltest Du etwas dagegen tun.

 

Okay...also was Tun.

Am besten schon prophylaktisch, bevor überhaupt Probleme auftreten.


Was sagt Dir jeder Arzt: „Kräftigen Sie Ihre Rückenmuskulatur.“

Also rennst Du ins Fitnessstudio, schwingst Dich aufs nächstbeste Rückengerät und kräftigst was das Zeug hält.

Aber muss das so? 

Wenn Deine Probleme keine spezifische Ursache haben, wo kommen dann Deine Schmerzen her?

Kommen sie tatsächlich von zu schwacher Muskulatur?

 

Beim Großteil der unspezifischen Rückenprobleme werden die Schmerzen durch verspannte Muskulatur und Faszien verursacht.

Verspannung bedeutet eben genau das, also zu viel Spannung in bestimmten Muskelabschnitten.

 

Du hast Schmerzen im unteren Rücken?

  • Du kräftigst den unteren Rücken.
     
  • Kräftigung bedeutet immer eine Erhöhung der Spannung im beanspruchten Muskel.
     
  • Du bekämpfst zu viel Spannung mit mehr Spannung.
     
  • Du bekämpfst Feuer mit Feuer!
     

 

Macht das Sinn?
 

Klare Antwort: Jaein.

 

Kräftigung ist die richtige Lösung. Nur gezielt sollte sie geschehen.

 

Gezieltes Krafttraining hat ein zu Hause: Kraftraum.

 

Kostenloses Probetraining!

„Das Opfer schreit – der Täter nie.“

Oder auch:

Auch wenn's aussieht wie Fisch und riecht wie Fisch, muss es nicht Fisch sein.

 

Vertrau mir. Einfach mal Deinen Eiweißshaker 2 Wochen ungeöffnet in der Sporttasche liegen lassen...
Gasmaske beim Abspülen nicht vergessen.

 

Der amerikanische Physiotherapeut Gray Cook stellte die Joint-By-Joint – Regel auf.

Danach vergab er bestimmten Gelenken bestimmte Aufgaben:

 

HandgelenkMobilität
EllenbogenStabilität
SchultergelenkMobilität
SchulterblattStabilität
BrustwirbelsäuleMobilität
LendenwirbelsäuleStabilität
HüftgelenkMobilität
KniegelenkStabilität
Oberes SprunggelenkMobilität
Unteres SprunggelenkStabilität

Beispiel unterer Rücken:

Dein unterer Rücken bzw. Deine Lendenwirbelsäule sollte stabil sein. 

 

Deswegen sind die Lendenwirbel im Verhältnis zu den filigranen Halswirbeln auch deutlich größer. Sie können mehr Druck ableiten.
Macht Sinn. Sie sind der unterste Teil Deiner Wirbelsäule. Das Fundament muss stabil stehen können.

Ein Gelenk kann seine eigentliche Aufgabe jedoch nicht erfüllen, wenn ein anderes Gelenk versagt.

Kennst Du:

Wenn der Kollege mal wieder auf krank macht, bleibt mehr Arbeit bei Dir hängen.

 

Auf Deinen Körper bezogen soll das heißen:

Wenn Dein Hüftgelenk nicht mobil also beweglich genug ist, dann kann Deine Muskulatur im Bereich unterer Rücken noch so kräftig sein.

Sie wird ihre Aufgabe Deinen unteren Rücken stabil zu halten und gegen ungewollte Bewegungen abzusichern nicht erfüllen.

Sie wird mehr Arbeit leisten müssen, als für die sie eigentlich ausgelegt ist.

Weil sie die Bewegung, die eigentlich in der Hüfte stattfinden sollte, nun ausgleichen muss.

Muskeln, die zu viel Arbeiten, erhöhen ihre Spannung.

Viel Spannung führt zu Verspannung.

 

Da haben wir den Salat.

 

Aber ist es Deine schuld, wenn Du die Mehrarbeit nicht schaffst, weil Dein Kollege mal wieder krank macht?

 

Nein.

Wieso schreit Dich Dein Chef dann an?

Weil er ein A****loch ist.

 

Wieso wenden wir die gleiche Logik nicht bei unserem Körper an?

 

Dein unterer Rücken tut weh?

Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit darin, dass Dein Problem nicht zu schwache Muskulatur im Bereich Deines unteren Rückens ist.

 

Sondern, dass Gelenke...

...darunter = Hüftgelenk

 

UND/ ODER

 

...darüber = Brustwirbelsäule & Schultergelenk...

...ihre Aufgabe - beweglich genug zu sein - nicht erfüllen.

Selbsttest: Übung "Wallslides"

  • Du stellst Dich mit dem Rücken an eine Wand.
  • Deine Fersen, Dein Gesäß, Dein oberer Rücken und Dein Hinterkopf haben Wandkontakt.
  • Nun winkelst Du die Arme an, legst Unter-, Oberarme und Handrücken an die Wand (so gut das geht).
  • Gleite mit Deinen Armen an der Wand hoch, bis Deine Hände sich über Kopf berühren.
  • Dann ziehst Du Deine Arme wieder aktiv in Richtung Achseln.
  • Versuche dabei nicht ins Hohlkreuz zu fallen, der Kontakt Hinterkopf - Gesäß - oberer Rücken bleibt die ganze Zeit über bestehen.

 

Wahrscheinlich wird es Dir schwer fallen nicht ins Hohlkreuz zu kommen und/ oder die kompletten Unter- sowie Oberarme an der Wand zu lassen.

 

  • Deine Lendenwirbelsäule kompensiert mittels Hohlkreuz die ungenügende Beweglichkeit Deiner Schultergelenke.

 

Das ist ein mega Test, um Deine Beweglichkeit zu überprüfen aber auch direkt als Kräftigungsübung geeignet.

Einfach 10 langsame Wiederholungen für 1 bis 2 Durchgänge ausführen und die Schulterblattmuskulatur in Flammen setzen.

Takeaway Message:

Mobilität vor Stabilität.

 

Was heißt das?!

Bevor Du mit dem Kopf durch die Wand rennst, solltest Du abchecken ob die Wand wirklich Dein Problem ist. 

Meist ist es ein benachbartes Gelenk:

Nacken-, Kopfschmerzen & Beschwerden im Bereich der SchulterblätterKiefergelenk, Schultergelenk, Brustwirbelsäule
Unterer Rücken, LendenwirbelsäuleSchultergelenk, Brustwirbelsäule, Hüftgelenk
KnieproblemeHüftgelenk, Sprunggelenk
......

 

Deswegen macht Mobilitäts- bzw. Beweglichkeitstraining Sinn.

Dein Körper ist ein verdammtes Wunderwerk.

Alles hängt zusammen.

 

Also wenn’s das nächste Mal nach Fisch riecht, einfach die Hüfte mobilisieren...

 

Wie das mit dem Geschmeidig-Werden funktioniert lernst Du übrigens im Kraftraum.

 

Ab zum Probe-Beweglicher-Werden!

 

Ich seh Dich beim Sport,

Jannick